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WERNER SCHULZE BIOGRAPHY

 

Werner Schulze wurde 1952 in Wiener Neustadt geboren. Studien an der Universität Wien (Philosophie) und an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien (Fagott, Harmonik) fanden zu glücklicher Fügung im Berufsleben: Schulze ist Komponist, Wissenschafter und Universitätsprofessor (Leiter des Internationales Harmonik-Zentrums an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien). 1995 war er Gastprofessor am Institut Seni Indonesia in Jogjakarta/Indonesien. Eine rege internationale Vortrags- und Publikationstätigkeit, insbesondere in Asien und Europa, steht den Aufführungen seiner Kompositionen zur Seite. Von seiner 30-jährigen Tätigkeit als Kammermusiker, die ihn zu mehr als 400 Auftritten auf 4 Kontinenten geführt hat, hat er sich zurückgezogen. Als Vertrauter färöischer Kultur und als Förderer des Musiklebens auf den Färöern hat Werner Schulze seit 1976 eine enge Verbindung zu dieser nordatlantischen Inselgruppe aufgebaut. Unter den Kompositionen Schulzes befinden sich Orchesterwerke, Kammermusik, Chorkompositionen, Lieder und Studienliteratur. Seit 1998 rücken Gesamtkunstwerke philosophisch-theologischer Richtung in den Vordergrund, die der Komponist unter den Oberbegriffen Philosophy on Stage und Theology on Stage zusammenfasst und als Essenz seines kompositorischen Schaffens begreift. Im Zentrum stehen folgende Werke: 1. das Philosophie und Theologie übergreifende Logo·Mysterion LlulL (2000), 2. das Stationen·Musik·Theater Sokrates (2002/03), 3. das Tanz·Musik·Sprach·Werk Anchibasíe (2004) nach Fragmenten von Heraklit und Empedokles. Bei diesen Werken verbinden sich zentrale Anliegen des Komponisten, der von der ersten, keimhaften Idee bis zum Gesamtkonzept verantwortlich zeichnet, zu einer Synthese aus Philosophie (Theologie), Dichtkunst, Musik und szenischer Gestaltung. Das 4. Werk dieser Gruppe, die Theater·Oper Kalkül (Text: Carl Djerassi), wurde 2005 am Opernhaus Zürich anlässlich der 150-Jahr-Feier der Eidgenössisch-Technischen Hochschule uraufgeführt. Ebenfalls 2005 erlebte die für javanisches Gamelan komponierte Musik der als Schatten·Schau·Spiel konzipierten Sophokles-Tragödie Oidipus Tyrannos ihre Premiere. Dieses Projekt wurde 2007 als Wayang kulit·Drama in Indonesien in erneuerter Form realisiert.


  

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